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Neuigkeiten
Der russische Winter mit seinen eisigen Temperaturen - Und dann streikt plötzlich die Heizung im Wohnraum
Eines Morgens wachen wir mit kühlen Temperaturen von nur noch 10 °C im Oskar auf. Draußen sind es -10 °C. Die Heizung hat keinen Brennstoff mehr bekommen.
Ist der Diesel eingefroren? Was für ein Schreck.
Ich spiele gedanklich mehrere Ursachen durch: Zu wenig Diesel im Tank oder Diesel ist eingefroren und verklumpt.
Optionen der Fehlerbehebung:
- Tanken fahren
- Additiv in den Diesel mischen, damit er tiefere Temperaturen verträgt
- Warmluftrohr aus dem Fahrerhaus in den Wohnraum verlegen
- zusätzliche Dieselleitung mit größerem Querschnitt legen
Wir gehen in dieser Reihenfolge vor.
Eigentlich müsste noch genügend Sprit im Tank sein. Der Tankanzeiger im Armaturenbrett meldet 1/2 voll. Um das zu prüfen, will ich in den Tank schauen. Doch durch die Kälte ist auch noch das Schloss des Tankdeckels eingefroren.
Mit einem Gas-Heiz-Strahler erwärme ich den Tankdeckel vorsichtig und kann dann in den Tank hinein schauen. Und richtig - Der Tank ist ca. halbvoll. Wir fahren trotzdem Tanken und noch an der Tankstelle versuche ich die Heizung wieder in Betrieb zu nehmen. Und wie ein Wunder - Sie läuft wieder.
Also müssen wir bei der nächsten Wartung in Deutschland mal den Tankentnahmestutzen austauschen lassen: Die Saugrohre reichen offensichtlich nicht bis zum Boden des Tanks und die Reserve schlägt schon bei noch halbvollem Tank an. Na ja - Erst mal geht es auch so weiter ...
Russland 3: Astrachan - Großstadt im Wolga-Delta
Nun hat uns doch der russische Winter eingeholt. Es sind fast 10 Grad unter Null. Dazu kommt ein eisiger Wind und hohe Luftfeuchtigkeit. So wird daraus eine gefühlte Temperatur von -17 °C. Und für die Weiterreise ist in Nord-Kasachstan für die folgenden Tage bis zu -20 °C angesagt.
So bleiben wir in der Großstadt und richten uns für die Standzeit von ca. einer Woche ein. Lebensmittel kann man gut kaufen, Geld wechseln und Ersatzteile für unser Fahrzeug sind bei Bedarf auch zu erhalten. Sogar einen Theaterbesuch machen wir bei dieser Gelegenheit.
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Russland 2: In der Republik Kalmükien
Wir sind in Kalmükien angekommen - Eine vorwiegend von den Nachfahren der mongolischen Einwanderer bewohnte Republik innerhalb Russlands. Weite Steppenlandschaften begleiten uns während der Fahrt. Auch die Religion und der Baustil haben sich geändert. Buddhistische Tempel noch in Europa. Das ist überraschend.
Und der Winter hat uns erreicht. Der erste Schnee auf den Feldern und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. Dazu ein schneidiger Wind. Das ist dann doch ganz schön kalt.
Unsere bisherige Reisestrecke
Nun sind wir schon etwa ein halbes Jahr mit Unterbrechung unterwegs und haben eine ganz schöne Strecke zurückgelegt. Es ging nicht immer gerade aus. Nein, eigentlich mehr im Zick-Zack. Aber die Richtung stimmt noch - Es geht weiter nach Osten. Es waren bisher viele tolle Erlebnisse und wir haben reiche Erinnerungen an die vielen Begegnungen und die verschiedenen Landschaften.
Nun steht der Winter vor der Tür. Er hat uns sogar schon erreicht. Draußen ist -3 °C Frost. Für Russland eigentlich moderat. Wir suchen uns weiter die Orte aus, an denen die Temperatur nicht unter -20 °C fällt. Hoffentlich gelingt uns das.
Russland 1: Wir tauchen ein in eine neue Welt
Den Kaukasus haben wir hinter uns. Gerade noch rechtzeitig vor dem Wintereinbruch. Wie wir später erfahren, wird die Passstraße einen Tag nach uns wegen Wintersperre für mehrere Tage geschlossen. Wir haben es gerade noch geschafft.
Wir besuchen im nördlichen Kaukasus eine "Totenstadt". So genannt weil hier die Toten in kleinen Steinhäuschen bestattet wurden. Mit der Zeit ist aus diesen Grabstätten eine richtige kleine "Siedlung" geworden.
Weiter geht es in die Verwaltungshaupstadt Wladikavkas und weiter nach Nordwesten. Wir machen in einem Ort mit Mineralbad mehrere Tage Pause und gönnen uns eine Badekur in 42 °C warmen Thermalwasser.
Es geht weiter nach Pjatigorsk. Wir müssen Ersatzteile für unsere Standheizung kaufen, die wir später einbauen. Eine weitere schöne Kurstadt (Kislovodsk) lädt uns zum Bummeln auf dem Fußgänger-Boulevard ein. Wir essen Eis bei 16 °C. So warm hatten wir es Ende November noch nie.
Und dann geht es in die Steppe. Wir fahren stundenlang auf schnurgeraden Straßen. Zuerst sind riesige Felder angelegt, die bis zum Horizont reichen. Dann wächst rechts und links der Straße nur noch Gras.
Web Server ist wieder online
Nun ist unsere Homepage wieder online. Zwei Wochen war die Verbindung zum Web-Server gestört. Jetzt könnt Ihr ihn wieder erreichen. Freut euch auf eine Fortsetzung des Reiseberichtes.
Georgien 4: Weiter in Richtung Norden
Vom Osten Georgiens geht es weiter in Richtung russische Grenze. Wir besichtigen einige Kirchen und Klöster, überschreiten noch vor dem Wintereinbruch bei bestem Herbstwetter den 2400 m hohen Kreuzpass und erreichen in Stepanzminda die Grenze nach Russland. Wir stehen direkt unter einem der höchsten Berge im Kaukasus, dem Kasbek. In den nächsten Tagen ist viel Schnee angekündigt. Uns so treibt es uns ohne langen Aufenthalt doch weiter.
Mit einer grandiosen Bergwelt verabschiedet sich Georgien von uns und wir reisen weiter nach Russland.
Georgien 3: Der Süden und Osten
Wir reisen im Süden Georgiens wieder aus Armenien ein und besuchen die ehemalige schwäbische Siedlung "Katharinenfeld". Von dort aus geht es durch steppenartiges Gebiet weiter nach Ost-Georgien. In dem Dorf "Sighnaghi" erleben wir italienische Bauweise in kaukasischer Umgebung. Auch die in der Toskana so verbreiteten Zypressen sind hier zu sehen. Wir essen in einem hervorragenden Restaurant und begeben uns auf die Erkundung der ostgeorgischen Weinregion Kachetien.
Reparatur an der Dieselleitung
Der Motor springt immer schlechter an und der Auspuff raucht wie ein Wilder. Da ist wieder ein Wartungstag fällig.
Armenien 4: Im Nordosten des Landes entlang des Sevan-See
Wir reisen weiter in den nordöstlichsten Teil Armeniens. Weitere Klöster stehen auf dem Besichtigungsprogramm. Wir erreichen den größten See des Landes: den Sevan-See. Dieser erinnert uns von seiner Größe und Lage sehr an den Bodensee.
Armenien verabschiedet sich mit einer atemberaubenden Bergkulisse und herrlichem Herbstwetter bei moderaten Temperaturen bis zu 15°C.
Bald reisen wir weiter nach Georgien.
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Heute senden wir herzliche Grüße nach Hause
Heute ist Post an unsere Lieben dran. Von Armenien haben wir viele Postkarten mit Klosteransichten vor atemberaubender Bergkulisse gekauft und diese senden wir nun nach Hause.
Armenien 3: Im Kirchenzentrum Edschmiatsin und Reise durch den Süden Armeniens zu den vielen alten Klöstern
Nun ist die Fortsetzung unserer Reise durch den Kaukasus voll im Gange. Zuerst besuchen wir die Kirchenzentrum Edschmiatsin. In Ihrem Zentrum befindet sich ein großer teilweiser moderner Klosterkomplex mit Wohn- und Ausbildungsgebäuden für zukünftige Priester sowie die Residenz des sogenannten Katolikos, dem Oberhaupt der armenisch apostolischen Kirche.
Von dort aus machen wir uns auf den Weg in den Süden Armeniens. Wir besuchen einige der ältesten, sehenswertesten oder schönsten Klöster, je nachdem welche Passage man im jeweiligen Reiseführer liest. Eins haben alle gemeinsam: Die Schlichtheit in der inneren Ausstattung. Doch ist es oft genau der Weg dorthin, der uns ganz neue, faszinierende Landschaften präsentiert.
Auf diesem Weg fahren wir durch einen Korridor der recht nahe an der aserbaidschanischen Grenze liegt. Von den Auseinandersetzungen mit dem Nachbarland spüren wir nichts - zum Glück. Wir meiden jedoch auch alle Gebiete, die vom Auswärtigen Amt als problematisch eingestuft werden.
Auf dem Rückweg biegen wir dann über den Selim-Pass in Richtung Sevan-See ab.
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