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Neuigkeiten

Kasachstan 8: Abschied und zurück durch die Steppe an die usbekische Grenze

Wir verabschieden uns von der Regionalhauptstadt und fahren zurück die 300 km durch die Steppe Kasachstans bis zur letzten Stadt vor der usbekischen Grenze: Beyneu. Der Winter hat uns wieder voll im Griff. Wir pausieren bei eisigen Temperaturen am Ortsrand eines kleinen Dorfes. Ein wenig Schnee weht der straffe, eisige Wind über die karge Landschaft.

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Ruhetage im Winter mit Wartung - Eis, Kälte und Heizungsdefekt (die 2.)

Die letzten Tage hat uns wieder der Winter eingeholt. Temperaturen bis -10 °C und ein strenger Wind lassen uns draußen ganz schön frieren. Und da es Eisregen gegeben hat, beschließen wir, in der Nähe von Shetpe einige Tage zu pausieren. Liegen doch jetzt wieder 300 km in der Steppe vor uns und da wollen wir nichts riskieren.

Und so nutze ich die Tage zur Pflege meines PC's und weiterer Wartungsarbeiten am Oskar:

Ja, zu meinem großen Ärger war mein PC zur Pflege der Homepage durch eine kleine Konfigurationsänderung unbrauchbar geworden. Und so blieb mir nichts weiter übrig, als das gesamte System neu zu installieren. Am Ende hat das dann zwei volle Tage gedauert. Das war schon ärgerlich. Aber nun läuft alles wieder und der Erfolg entschädigt für die Mühe.

Auch Oskar wollte wieder etwas "umsorgt" sein. Durch den strengen Frost mit Eisregen waren uns alle Schlösser eingefroren und mussten mühsam bei -8 °C wieder gangbar gemacht werden. Auch unsere Ausstiegsplattform ließ sich nicht mehr einschieben. Schlossenteiser und WD40 haben es dann endlich geschafft. So hätten wir nicht mehr losfahren können.

Und zu allem Überfluss machte auch die Heizung wieder Zicken. Letztens dachte ich noch, dass der fehlende Kraftstoff die Ursache für den Heizungsausfall war. Doch das Problem trat auch mit fast vollem Tank wieder auf. Und so ging es nun an die Elektrik. Irgendwo musste eine korrodierte Stelle sein. Also habe ich Schritt für Schritte die einzelnen Teile ausgebaut, geprüft, gereinigt und wieder eingebaut. Zum Schluss waren es wahrscheinlich die Kabel-Klemmverbinder, die einen schlechten Kontakt für die Stromversorgung der Pumpen herstellten. Ich habe diese nun gegen ganz einfache Lüsterklemmen ausgetauscht. Die kann ich wenigsten verschrauben. Na mal sehen, wie lange das nun gut läuft.

Kasachstan 7: In der Verwaltungshauptstadt von Mangystau

Nach langen, weiten Strecken durch die Steppe kommen wir in Aqtau, der Hauptstadt der Region Mangystau (Mangghystau), an. Diese Stadt wurde erst Ende der 1950er Jahre, im Zuge der Erdölförderung in dieser Region, gegründet und besteht vorwiegend aus Wohnbauten in Plattenbauweise. Und immer weitere Baugebiete werden erschlossen und begonnen zu bauen.

Hier besuchen wir das Ethnografische Museum.

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Kasachstan 6: Durch die Steppe zur unterirdischen Moschee

Wir machen eine "Expedition" zur unterirdischen Moschee "Shakpak Ata". Auf dem Weg dorthin fahren wir ca. 10 km auf einer Sandpiste mit tiefen Rinnen und Löchern. Tempo ist oft nur Schrittgeschwindigkeit.  Es dauert für eine Strecke gut 1 1/2 Stunden.

Wir kommen an einem malerischen Canyon vorbei, dessen Wände aus feinstem weißen Kalkstein heraus gewaschen wurden.

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Kasachstan 5: Wilde Schluchten und außergewöhnliche Felsen

Nach der langen Strecke durch die Steppe wechseln sich nun die Landschaften häufiger ab. Tiefe Schluchten durchziehen das sonst recht ebene Land und Wind und Wasser formen bizarre Felsen.

Und immer wieder taucht in der Steppe ganz einsam ein Friedhof auf. Von weitem sehen diese aus wie Oasenstädte.

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Kasachstan 4: Auf der Halbinsel Mangyschlak

Nach der langen Fahrt durch Kasachstans Steppe eröffnet sich uns eine traumhafte, felsige Landschaft. Wind und Wasser haben aus dem Gestein bizarre Formen herausgearbeitet.

Die Berge ragen wie riesige Monumente aus dem Steppenboden. Einer der bekanntesten sieht aus der Ferne wie eine überdimensionale Jurte der Nomaden aus.

An einer Oase sehen wir das erste Mal seit langem wieder Bäume wachsen. Im Winter sind diese leider unbelaubt und kahl.

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In Asien oder in Europa - Wo befinden wir uns eigentlich?

Bei der Überquerung des Ural-Flusses stellt sich auf einmal diese Frage wieder neu. Aus der Schule ist ja das Ural-Gebirge als Grenze zwischen Europa und Asien bekannt. Das in diesem Gebirge der gleichnamige Fluss entspringt, wird uns erst auf dieser Reise bewusst. Und dass es nur logisch wäre, auch die Grenze beider Kontinente an diesem Fuss weiter nach Süden zu ziehen, leuchtet uns ein.

Aber nun stellt sich die Frage: Wo waren waren wir in den letzten Wochen seit der Überquerung der Dardaniellen in der Westtürkei - Schon in Asien oder doch weiter in Europa. Auch hier erinnern wir uns an die Schulzeit. Die Grenze zwischen Europa und Asien verläuft in der Westtürkei am Bosporus.

Doch zu welchem Erdteil gehören dann Georgien, Armenien und der Südteil von Russland?

Wir recherchieren in Wikipedia und erfahren, dass die Antwort gar nicht so einfach ist: Es gibt mehrere Grenzdefinitionen. Eines scheint aber klarer: Georgien, Armenien und der südliche Teil Russland werden noch zu Europa gerechnet. Dann verläuft die Grenze an der Südküste des Schwarzen Meeres bis zum Bosporus und geht weiter Richtung Mittelmeer.

Meinen bisherigen Irrtum, Georgien und Armenien Asien zuzuordnen, habe ich daraufhin auch auf der Homepage korrigiert.

Bildquelle: Von Aotearoa - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3852212
А–F: Grenzziehungen zwischen Europa und Asien in Russland. Die konventionelle Grenze nach Strahlenberg (A) ist rot markiert. Eine häufig akzeptierte Grenzziehung verläuft entlang von (B) Ural (Gebirge und Fluss) und (F) Kaukasus-Wasserscheide

Kasachstan 3: Durch die Steppe

Es geht weiter: Wir überqueren den Ural-Fluss, die Grenze zwischen Europa und Asien, und machen uns auf den Weg durch die Weiten Kasachstans. Große, unbewohnte Gebiete liegen vor uns: Die kasachische Steppe. Teilweise liegen die Ortschaften siebzig und mehr Kilometer auseinander. Dazwischen nur Ödland. Weder Büsche noch Gras wachsen hier. Es gibt nur vertrocknete Büschel. Manchmal sehen wir nicht mal mehr Vögel. Dass die Kamele hier überhaupt noch was zu fressen finden, wundert uns sehr.

Zum Glück ist die Straße hervorragend: Dauerhaft mit 80 km/h zu fahren war schon lange nicht mehr möglich gewesen. Und schnurgerade geht es voran. So können auch die größeren Entfernungen gut überwunden werden.

Nach mehreren Tagen Fahrt kommen wir der Küste des Kaspischen Meeres entgegen. Es sind noch ca. 50 km bis dahin. Es ändert sich die Landschaft: Die Berge um uns erreichen eine Höhe von 200 - 300 Metern. Und das Wasser hat tiefe Spuren im Sand bzw. dem hier wieder vorkommenden Kalk- und Sandstein hinterlassen. So sehen wir die ersten Canyons.

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Kasachstan 2: Weihnachten in der Ferne

Zu Weihnachten verweilen wir in der 200.000-Einwohner-Stadt Atyrau.

Wir besuchen vor dem Heiligen Abend ein Ballett im hiesigen Theater.

Und am Heiligen Abend selbst finden wir eine kleine Römisch-Katholische Kirche, die spät abends noch einen Weihnachtsgottesdienst anbietet. Es ist total überraschend, wie wir uns 10.000 km fern der Heimat plötzlich gar nicht mehr so weit weg von unseren Lieben fühlen.

Und zum 2. Feiertag gibt es traditionell eine Weihnachtsgans, die dieses Jahr eine Ente ist. Dazu schwäbische Schupfnudeln - selbst gemacht - und Möhrengemüse. Mit dem Backofen im Oskar können wir uns sogar diesen "kleinen" Luxus leisten. Es ist wirklich fast wie daheim.

Frohe Weihnachten und ein gesundes Jahr 2024

Wir wünschen Euch allen aus dem fernen Kasachstan Frohe Weihnachten und ein gesegnetes und gesundes Jahr 2024.

Bleibt unserem Reisebericht auch im kommenden Jahr treu und lasst euch mitnehmen in eine spannende Welt wie wir sie mit unseren Augen sehen.

Manch Neues und Überraschendes wird uns weiterhin bevorstehen.

Kasachstan 1: Willkommen in Asien

Nach dem Wolgadelta fahren wir durch die endlose kasachische Steppe. Alles eben und karg bewachsen und extrem wenig Besiedlung. Neben der Straße grüßen uns wilde Pferdeherden und die ersten Kamele, die wir in freier Umgebung sehen. Und das bei der Kälte. Ich habe den Lebensraum dieser Tiere immer mit einer besonderen Hitze verbunden.

Zum ersten Mal kommen wir auch in die Erdölfördergebiete. Wie in Amerika stehen hier die Pumpanlagen in der Landschaft.

Die Fernstraße von Astrachan nach Atyrau wird gerade neu gebaut. Streckenweise ist diese zu einer komfortablen und glatten Straße ausgebaut, auf der man wie auf europäischen Autobahnen vorankommt. Doch dann gibt es auch immer wieder Streckenabschnitte, die noch nicht fertig sind. Dort heißt es dann auf die Behelfs-Schotterpiste oder die ehemalige Straße ausweichen. Beide sind in einem erbärmlichen Zustand. Höchstgeschwindigkeiten von max. 20 km/h machen die Fahrt zur Geduldsprobe und das ständige Rütteln infolge des schlechten Straßenbelags strapaziert die Bandscheiben bis Rücken- oder Kopfschmerz einsetzt.

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Russland 4: Abschied von Russland - Alt und Neu in Astrachan

Nach den tiefen Temperaturen kommt nun auch der erste Schnee und liegt  auf den Straßen. Aber wir haben uns das noch schlimmer vorgestellt. Trotzdem lassen die beständigen Temperaturen unter dem Gefrierpunkt die Flüsse langsam zufrieren. Auf der Wolga schwimmen die Eisschollen und die Nebenkanäle sind bereits zugefroren. Überall werden die Gebäude und Parkanlagen mit Lichterschmuck geschmückt. Natürlich sind die russischen Nationalfarben mit dabei und auch der rote Stern auf dem Weihnachtsbaum fehlt nicht.

Und der Stadtrundgang führt uns in die historischen Viertel der Stadt. Leider sind viele Gebäude in einem bedauernswerten Zustand.

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