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Chronik
von Matthias Aner
Bulgarien 1: Viel Natur und uralte thrakische Grabstätten
Bei Svilengrad überqueren wir die Grenze nach Bulgarien, diesmal ganz ohne Kontrolle - Wir sind wieder in Europa angekommen.
Wir wenden uns nach Westen und durchqueren längs die Rhodopen, wechseln dann nach Norden und fahren im Balkangebirge wieder gen Osten. Dabei kommen wir im Tal der Könige vorbei, in dem unzählige Hügelgräber für die ehemaligen thrakischen Könige die letzte Ruhestätte sind.
Wir genießen die grüne Natur.
Und auf unserer Homepage gibt es eine längere Pause. - Es gibt wohl keine Neuigkeiten? - Nun es war mir einfach mal nicht nach weiteren Berichten. Hoffentlich ändert sich auch das wieder.
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von Matthias Aner
Griechenland 12: Kurzaufenthalt zum Verschnaufen und für Wartungsarbeiten
Wir fahren weiter über Edirne und überqueren im nordöstlichsten Zipfel Griechenlands die Grenze.
Die Grenzabfertigung an dem sehr kleinen Grenzübergang war sensationell schnell. An beiden Zollstationen benötigten wir nur insgesamt 30 Minuten. Und dabei verwickelten uns die griechischen Grenzbeamten noch in ein nettes Gespräch über unsere Reiseerfahrungen. Sie waren sichtlich erfreut, an ihrem Grenzübergang mal wieder mit Deutschen zu sprechen.
Wir suchen unsere befreundetes, griechisches Ehepaar in diesem abgelegenen Teil Griechenlands auf und bleiben dort nochmal ca. 10 Tage und werden herrlich verwöhnt. Wäsche waschen und einige Reparaturen am Oskar benötigten auch wieder ihre Zeit. Ersatzteile hierfür hatten wir uns nach Griechenland schicken lassen. Unsere Gastgeber hätten uns gern noch länger beherbergt, aber uns zog es dann auch wieder weiter in die Nachbarländer.
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von Matthias Aner
Türkei 20: Abschied aus Kleinasien mit einer Ruhepause am Mittelmeer
Nach unserer Rundreise durch die antiken Stätten in der heutigen Türkei gönnen wir uns einige Ruhetage direkt am Mittelmeer. Wir finden einen ruhigen Stellplatz, kaufen Meerestiere direkt vom ankommenden Fischer und kochen uns leckere Mahlzeiten.
Mehrmals wurden wir auch von Einheimischen zum Essen eingeladen. Sooo viel Gastfreundschaft!
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von Matthias Aner
Türkei 19: Über Pergamon nach Troja
Nach dem Besuch von Ephesos geht es weiter auf den Spuren des Apostels Paulus: Assos und Aleksandria Troas sind zwei Orte mit Hafen, die Paulus auf seinen Missionsreisen besucht hat.
Nebenan liegen so geschichtsträchtige Orte wie Pergamon und Troja. Beide sind für die Altertumsforscher bestimmt besonders interessant, findet man z. B. in Troja neun Siedlungsschichten aus einer Zeit von 3000 v. Chr. bis 500 n. Chr. Und man denke nur an den in Deutschland gut bekannten Pergamon-Altar auf der Museumsinsel in Berlin.
Leider sind die Ausgrabungsreste in beiden Orten nicht so spektakulär. Vom Pergamonaltar sieht man in Pergamon fast nichts mehr: Nur die Bodenplatte mit Baumbewuchs lassen seine Größe erahnen. Und in Troja kann man neben einem kleinen Theater nur noch viele Mauerreste von den Gebäuden (v. a. Wohngebäude) und die Stadtmauern mit dem Aufgang, durch den vielleicht das Trojanische Pferd gezogen wurde, besichtigen.
Vielleicht hatte wir mittlerweile in kurzer Zeit auch zu viele griechische und römische Ruinenstädte besucht. Wir waren etwas müde geworden.
Da kam uns die Ruhepause am Mittelmeer in einer kleinen Fischersiedlung nahe Gelibolu sehr gelegen. Bereits vor 3 Jahre haben wir diesen Ort für uns entdeckt: Wenige Touristen, viele Fischer mit frischem Fisch und Sicht auf einen Sonnenuntergang der jeden Abend zu einem Erlebnis machte. Im Meer konnten wir Schnorcheln und die hier lebenden Fische aus der Nähe beobachten.
von Matthias Aner
Dies und das 12: Reparatur des Eßtisches
Das Tischbein ist defekt. Die obere Metallhalterung ist abgerissen.
Wir lassen diese schweißen und reparieren den Schaden. Nun können wir den Tisch wieder normal benutzen. Prima, dass das alles unterwegs geht ...
von Matthias Aner
Türkei 18: Ephesos
Unser nächstes Ziel ist die antike Stadt Ephesos: Bestens ausgegraben und intensiv archäologisch untersucht; natürlich UNESCO-Weltkulturerbe.
Wir sind von der schieren Menge an Gebäuden und Steinfragmenten überwältigt. Einige Gebäude wurden sehr aufwändig wieder restauriert. Das Österreichische Archäologische Institut beschreibt dabei am Beispiel der alten Bibliothek die Bauprinzipien in antiker und in der Neuzeit.
von Matthias Aner
Türkei 17: Auf den Spuren des Apostels Paulus
Wir erreichen nun die Hauptorte der Missionsreisen des Apostels Paulus in Kleinasien: Antiochia in Pisidien und Lystra. Während manche Orte schon gut archäologisch untersucht und ausgegraben sind, harren andere noch auf deren Erkundung.
Weiter geht es zu den berühmten Sinterterrassen in Pammukale und die umliegenden römischen Siedlungen Hierapolis und Laodikeia. Wir sind total beeindruckt diese beiden Orte unmittelbar neben Pammukale zu entdecken. Wir hatten bisher wenig im Führer darüber gelesen und auch die Anzahl an Touristen ist sehr gering. Wir sind fast unter uns. Um so schöner ist es, die Umgebung auf sich wirken zu lassen und sich in die Zeit vor 2000 Jahren zurückzuversetzen.
von Matthias Aner
Türkei 16: In Kappadokien
Bereits vor ca. 15 Jahren waren wir schon mal hier: Kappadokien. Die bizarre Landschaft hat uns damals so fasziniert, dass wir nicht umhin kamen, auch diesmal der Region einen ausgiebigen Besuch abzustatten. Und es hat sich wieder gelohnt, sich die Zeit zu nehmen und die Orte ein zweites Mal zu besuchen. Mußten wir ja nur unserer eigenen Zeitplanung folgen und uns keiner Reisegruppe anpassen. Das tat sehr gut.
Als besonderes Highlight konnten wir unsere erste Ballonfahrt machen. Die Stunde in der Luft hat uns nachhaltig beeindruckt: Diese malerische Landschaft auch aus der Luft genießen zu können - Wir können nur empfehlen, sich das mal zu gönnen.
Und als i-Tupfer: Die romantischen Sonnenauf- und -untergänge.
Nun folgen wir aber wieder Paulus Spuren. Zunächst machen wir einen Abstecher in die Ihlara-Schlucht.
Dann erreichen wir das Dorf Kilistra. Dieses liegt nicht weit entfernt vom antiken Lystra, in dem Paulus auch gepredigt hat, nachdem er aus Ikonion (heute Konya) flüchten musste.
von Matthias Aner
Türkei 15: Im südlichsten Zipfel der Türkei am Mittelmeer
Wir sind im südlichsten Teil der Türkei angekommen. Östlich und südlich ist schon Syrien und westlich liegt das Mittelmeer.
Der Apostel Paulus hat vor 2000 Jahren von Antiochia am Orontes, wie die größte Stadt der Region hieß, seine Missionsreisen auf dem Seeweg gestartet. Sie war der zentrale Kreuzungspunkt seiner Reiserouten nach Kleinasien und nach Jerusalem.
Leider hat ein schweres Erdbeben vor drei Jahren die Stadt Antakya schwer zerstört und viele Bewohner sind ums Leben gekommen. An einigen Stellen konnten wir den liebevollen Wiederaufbau, aber auch die Behelfsunterküfte für die Einwohner sehen, die nach wie vor ohne neue Unterkunft sind.
Entlang des Mittelmeeres gelangen wir nach Tarsus, der Geburtsstadt des Apostels Paulus.
Weiter führt uns der Weg nach Norden durch das Taurus Gebirge. Auch hier ist Paulus auf einer seiner Reisen unterwegs gewesen, denn es gibt nur wenige Übergänge über dieses Hochgebirge.
Angekommen im südlichen Kappadokien besuchen wir ein altes Höhlenkloster, bei dem alle Kirchenräume direkt in den Felsen geschlagen worden sind.
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von Matthias Aner
Dies und das 11: Die Hunderttausend sind voll - Oskar ist "volljährig"
Der Kilometerzähler springt von 99.999 auf die 100.000 Kilometer. Davon sind wir mit Oskar schon mehr als 70.000 km unterwegs. Immer war Oskar der treue Reisebegleiter und hat uns klaglos an viele Ort geführt, Steigungen überwunden und andere schwierige Stellen bravourös gemeistert.
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von Matthias Aner
Türkei 14: Über den ehemaligen Tirgris-Übergang Richtung Mittelmeer
Nun geht es zielstrebig weiter in Richtung Mittelmeer.
Wir besuchen die antike Felsenstadt Perrhe und unternehmen eine Flussfahrt auf dem Tigris zur ehemaligen Festung Rumkale.
Unweit davon befindet sich die ehemalige Furt über den Tigris bei Zeugma. Durch das Anstauen des Wassers ist leider von der eigentlichen Furt nichts mehr zu sehen. Jedoch sind in einem Museum zwei ehemalige Häuser konserviert und so die prächtigen Fussboden-Mosaiken aus helenistischer und römischer Zeit zu bestaunen.
Ganz nebenbei haben wir ein eigenes Jubiläum: Oskar hat die 100.000 Kilometer geschafft, ist putzmunter und ein treuer Begleiter.
Dann machen wir einen Abstecher zu einem antiken Steinbruch. Hier wurden vor 3.000 Jahren Steine für Skulpturen gebrochen und dann gleich so vorbearbeitet, dass man schon erste Konturen erkennen kann. Die vorbereiteten Steinblöcke wurden danach an den Bestimmungsort transportiert und dort fertig bearbeitet.
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von Matthias Aner
Türkei 13: Am Nemrut Dagi
Wir wenden uns wieder nordwärts dem Nemru Dagi, dem höchsten Berg in Nord-Mesopotamien, entgegen.
Nach einer steilen Bergstraße und ca. 130 Metern Aufstieg zu Fuß stehen wir vor den berühmten, zweitausend Jahre alten, riesigen Steinfiguren. Allein die Köpfe sind mehr als zwei Meter hoch. Das Gewicht einer einzelnen Figur wird auf 40 bis 80 Tonnen geschätzt. Das ist sehr beeindruckend. Leider sind alle Köpfe heruntergefallen und stehen nun vor den jeweils auf einem Thron sitzenden Körpern.
Auf der Westterrasse liegt auch Mitte Mai noch etwas Schnee.
Wir besuchen die Burg Yeni Kale, eine beeindruckende Festung aus dem 13. Jahrhundert.
Den Abschluß der kleinen Rundreise bildeen die Besichtigung mehrerer Brücken aus der Römerzeit und des Tumulus Karakus. Von dort hatten wir einen phantastischen Rundblick zum Nemrut, über den Atatürk-Stausee und in die nord-mesopotamische Tiefebene gen Syrien.
von Matthias Aner
Türkei 12: In Abrahams Geburtsstadt und Umgebung
Von Harran gelangen wir in die Stadt Sanliurfa, auch Urfa/ Edessa genannt, das in früherer Zeit Ur hieß. Hier soll Abraham geboren worden sein.
Im Park nahe der Abrahams-Grotte flanieren wir mit den Einheimischen am heiligen Fischteich entlang. Alle haben ihr Festtagsgewand angelegt.
Wir besuchen die Museen der Stadt mit vielen Fundstücken aus der reichhaltigen Geschichte der Region.
Der Basar der Stadt wirkt wie aus 1001 Nacht. Überall locken die Händler mit ihren Waren. In einer Gasse reihen sich die Schmuckhändler nebeneinander an. Solch ein Glitzern ...
Von Sanliurfa wenden wir uns der 11.000 Jahre alten, antiken Kutstätte in Göbekli Tepe zu.
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von Matthias Aner
Türkei 11: In Südost-Anatolien
Im Tour Abdin geht es nun weiter in die zentrale Stadt Mardin.
Die Stadt schmiegt sich an einem relativ steilen Berghang. Um auf den Marktplatz zu kommen, muss man viele Stufen aufwärts steigen.
Wir besuchen die historische Ausgrabungsstätte Karahantepe mit Zeugnissen einer uralten Kultur, die 9000 v. Chr. hier gelebt hatte.
Danach geht es in die biblische Stadt Harran, die bereits im Alten Testament erwähnt wird. Von hier aus ist Abraham nach Kanaan aufgebrochen.
von Matthias Aner
Türkei 10: Aus dem anatolischen Hochgebirge nach Nord-Mesopotamien
Nun war doch einige Tage "Funkstille" auf der Homepage. Uns ging es trotzdem gut. Es hatte sich nur der lokale Web-Server auf meinem MacBook verabschiedet und ließ sich nur sehr schwierig wieder zum Leben erwecken. Damit war eine Bearbeitung der Homepage erst mal nicht mehr möglich. Doch nun gehen die Reiseberichte weiter. Hoffentlich wieder stabil.
Unsere Reise geht zuerst noch durch das anatolische Hochgebirge und wir erreichen trotz Schnee und Starkregen (inklusive Beschädigungen der Straße) unbeschadet die Vorgebirge und den Tigris. Hier ist schon richtig Frühling. Überall grünt und blüht es.
Wir sind in einem sehr christlich geprägten Gebiet angekommen. In einigen Ortschaften wohnen viele, aramäisch sprechende, syrisch-orthodoxe Christen. Und wir können mehrere wunderschön restaurierte Klöster und Kirchen, tlw. aus dem frühen vierten Jahrhundert, besichtigen. Und überall treffen wir auf die noch hier lebenden, stolzen Aramäer, die teilweise so perfekt Deutsch sprechen, dass es für uns eine Freude ist, aus ihrem Leben und der Geschichte der Dörfer zu hören.
Herauszuheben ist die Kirche des Heiligen Jakob von Nisibis (Nusaybin) von 313 nach Christus.
Midyat und Mardin schmiegen sich an die Bergrücken des Vorgebirges und von ihnen aus hat man einen herrlichen Blick in das weite Tiefland Mesopotamiens. Wir befinden uns im Zweistromland zwischen Euphrat und Tigris.
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von Matthias Aner
Dies und das 10: Die notwendige Reparatur der Scheibenwaschanlage
Über den Winter hatte die Pumpe der Scheibenwaschanlage ihren Dienst versagt. Bei einem Ruhetag habe ich diese auseinander genommen, gefettet und wieder zusammengebaut. Danach lief sie wieder tadellos und wir konnten uns weitere Kaufversuche sparen.
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von Matthias Aner
Türkei 9: Wieder zurück in der Türkei
Wir sind nach 3 Stunden Grenzaufenthalt wohlbehalten wieder in der Türkei angekommen. Die notwendigen Formalitäten waren gefühlt schneller erledigt als in Zentralasien und Russland letztes Jahr.
Nach den fühlingshaften Temperaturen in der kolchischen Tiefebene in Georgien mit teilweise 17°C holt uns im nordostanatolischen Bergland der Winter wieder ein. Es schneit und die Temperaturen fallen auf -7°C. Da wird es auch auf der Straße wieder glatt. So pausieren wir einen um den anderen Tag und suchen uns die Tage aus, an denen die Straße schneefrei und nicht überfroren ist. Durch unser Handikap mit dem defekten Vorderantrieb wollen wir kein Risiko eingehen. Ich habe höllischen Bammel bergab vielleicht von der Straße zu rutschen. Unsere Geduld zahlt sich aus: Wir schaffen alle Passfahrten auf trockenenr Straße.
Die Landschaft überrascht uns hier sehr. Ein Tal wechselt sich wieder mit dem nächsten Gebirgszug ab. Und immer geht es von 1000 m auf 2500 m in die Höhe.
Nach ein paar Tagen kommen wir in den Geburtsort unseres kurdischen Bekannten aus Stuttgart. Das hat uns natürlich brennend interessiert, in welcher Umgebung die Menschen hier wie leben. Und wir stoßen auf ein sehr freundliches, offenes Völkchen. Überall werden wir willkommen geheißen und auch oft in Deutsch angesprochen. Das Einkaufen, Mittag essen und Tee trinken hat bei frühlingshaft mildem Wetter riesigen Spaß gemacht.
von Matthias Aner
Georgien 9: Die Umgebung von Kutaisi und der Weg zur türkischen Grenze
Nach einigen Ruhetagen bei unsreren georgischen Gastgebern nahe dem Flughafen von Kutaisi und der Inbetriebnahme unseres treuen Oskars machten wir uns wieder auf den Weg Neues zu entdecken. Der Abschied von den freundlichen Georgiern fiel uns nicht leicht.
Doch der Weg führt uns wieder Richtung Heimat.
Die ersten Tage verbringen wir mit der Besichtigung der Sehenswürdigkeiten nahe Kutaisi - Die Festungsruine von Geguti. Auch in der Universität von Gelati sind wir gewesen. Von dort gibt es keine Bilder, ist sie doch in einer umfassenden Restaurierungsphase und somit sind die Kirchenbauten komplett eingehüllt. Christo läßt grüßen.
Dann geht es weiter Richtung türkische Grenze. Die Temperaturen im Tal sind bereits bei frühlingshaften 17 °C. Da lockt sogar der Klappstuhl vor dem Auto zum Verweilen. Doch die Berge in der Ferne sind schneebedeckt. Wir werden wohl noch einmal in den Winter zurückkommen.
Der Töpfermarkt am Straßenrand überwältigt uns mit der Menge und Vielfalt der angebotenen Waren. Leider können wir immer kaum etwas mitnehmen. Oskar sieht halt größer aus als er ist.
In der letzten Stadt vor der Grenze zur Türkei halten wir nochmals für mehrere Tage und besichtigen die Stadt, die oberhalb liegende, exzellent restaurierte Festung und füllen unsere Lebensmittel wieder auf.
Dann machen wir uns auf zum Grenzübergang ...
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von Matthias Aner
Georgien: Rückkehr aus Deutschland - Oskar wird wieder in Betrieb genommen
Vor 5 Tagen sind wir, nach unserem Winterurlaub daheim, mit dem Flugzeug wieder in Georgien angekommen. Oskar stand wohlbehalten auf dem Parkplatz bei unserem Guesthouse. Seine Batterien waren über den Winter regelmäßig von Aslan geladen worden. So hatten wir diesmal nicht die großen Reparaturen wie vor einem Jahr in Bishkek. Auch der Innenraum war frisch wie immer.
Wir haben Wasser getankt und neue Rückleuchten montiert, die wir aus Deutschland mitgebracht haben. Bei den früheren waren durch die anspruchsvollen "Straßen" die Blinkerscheibe so verrutscht, dass man die Lampe direkt sehen konnte.
Bei Aslan und seiner Mutter haben wir auch einige Tage Rast gemacht und uns mit georgischenn Spezialitäten verwöhnen lassen. Der Jetlag läßt uns dieses Mal nicht los.
Nun geht es aber weiter auf dem Weg durch Georgien in die Türkei. Wenn alles gut geht wollen wir durch die Südtürkei und Kappadokien Richtung Europa fahren.
Seid gespannt. Es gibt ab jetzt wieder regelmäßig weitere Reiseberichte ...
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von Matthias Aner
Georgien: Letzte Vorbereitungen vor der Winterpause in Deutschland
Nun sind wir bei einem kleinen, als Familienbetrieb geführten GuestHouse angekommen, wo wir auch unseren Oskar über die Winterzeit auf dem Grundstück stehen lassen können.
Wir haben hier, ca. 8 Kilometer vom Flughafen Kutaisi entfernt, dieses nette kleine Gästehaus gefunden und können so die Vorbereitungen und das Winterfest-Machen vom Oskar ganz in Ruhe angehen.
Vor der Abreise ist auch bei uns wieder mal großer Waschtag, damit die Kleidung und Wäsche frisch gereinigt auf die Benutzung im kommenden Jahr wartet.
In drei Tagen geht es dann ganz früh zeitig mit dem Flieger über Istanbul nach Stuttgart, das wir um die Mittagszeit erreichen werden.
Wir werden geplant Mitte März wieder nach Georgien zurückkehren.
Mal sehen wohin es uns dann weiter verschlägt ...
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von Matthias Aner
Georgien 8: In der Umgebung von Kutaisi
Nach unserem Werkstattaufenthalt zur Reparatur der Vorderachse nutzen wir die verbleidende Zeit bis zum Abflug, die Umgebung von Kutaisi weiter zu erkunden und dabei gleich auf den wenigen Kilometern eine Probefahrt zu machen.
Auf uns warten zwei riesige Tropfsteinhöhlen, der urige Bergurwald im Sataplia-Nationalpark und uralte Spuren der Dinosaurier im Lehm.
Und wir besuchen das ehemalige Radonbad in Tskaltubo, das langsam versucht den Kurbetrieb wiederzubeleben.
von Matthias Aner
Dies und das 9: Vorderachs-Antrieb gebrochen - Da geht erst mal nichts mehr
Oh je - Oskar hat eine Havarie - Die Vorderachse ist gebrochen.
Da bedeutet nichts Gutes. Und vor allem einiges an Aufregung: Wie geht es weiter? Kriegen wir Oskar wieder flott? Welche Ersatzteile benötigen wir und wo bekommen wir diese? Wer baut die Ersatzteile fachgerecht ein? Und schlussendlich: Was kostet der ganze "Spaß"?
Alles Fragen, die uns einige Tage sehr beschäftigen. Zum Glück haben wir einges an Pufferzeit noch vor dem Abflug nach Deutschland. Und so können wir alles in Ruhe recherchieren und absprechen.
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von Matthias Aner
Georgien 7: Herbst im Kaukasus
Wir verlassen Svanetien in Richtung Süden, kommen ins Mittelgebirge und in die Kolchische Tiefebene. Der Herbst zeigt sich in seiner ganzen Schönheit. Früh haben wir manchmal schon Bodenfrost und der Nebel taucht die Landschaft in einen geheimnisvollen Schleier.
Wir gehen in ein naturbelassenes Mineralbad im Freien einer extrem heißen Quelle. Alles dampft.
Und wir erkunden mehrere Schluchten, laufen auf einem Steg hoch über dem Canyon und sehen uns tolle Wasserfälle und vom Wasser ausgewaschene Flußläufe an. Märchenhaft!
In Kutaisi suchen wir einen Stellplatz für Oskar im Winter. Wir wollen Ende November wieder für ein Vierteljahr nach Deutschland zurückkehren.
von Matthias Aner
Georgien 6: Ankunft in Svanetien
Wir wenden uns nun wieder direkt zum Großen Kaukasus. Diesmal von seiner Südseite.
Aus dem Tal der Kura fahren wir auf einer Nebenstrecke im Tal der Cheratkhevi über einen Gebirgszug ins Tal der Kvirila. Von da aus wieder steil bergan - nächster Pass und danach nächstes Tal: Rioni. Von da aus weiter nach Ambrolauri. In diesem Tal wird viel Wein angebaut. Überall sind Weinreben und Keltereien.
In Georgien immer ganz nüchtern zu bleiben ist gar nicht so einfach. In jedem Supermarkt lockt die Vielfalt der einheimischen Weine und Cognacs. Oft bin ich verführt und nehme das eine oder andere Fläschchen mit. Die Weine sind nicht ganz billig (6 - 10 €), jedoch von erlesener Qualität. Und auch vom georgischen Cognac haben wir jetzt einen Eindruck über die verschiedenen Geschmacksrichtungen.
Weiter geht es durch die Tskhenistskali-Schlucht nach Lentekhi in Unter-Svanetien. Wir folgen diesem Fluss bis zum Zangora-Pass mit 2623 m und erreichen auf der neu betonierten, durchgängig gut befahrbaren Straße die ersten Orte in Ober-Svanetien.
Traumhafte historische Dörfer vor einer eindrucksvollen Bergkulisse. Wir besuchen mehrere ethnographische Museen, schauen uns einen historischen Spielfilm an, der in diesen Dörfern mit lokalen Darstellern vom Leben Mitte des 20. Jahrhunderts erzählt und machen einen Ortsrundgang durch die engen Gassen mit den steingedeckten Häusern und Türmen. Wir sind tief beeindruckt.
Dazu zeigt sich der Herbst von seiner besten Seite. Nach jeder Kurve überrascht uns eine neue Farbenpracht vor den Bergen des Hochgebirges.
von Matthias Aner
Georgien 5: Auf der Georgischen Heerstraße nach Mtsketa und im Tal der Kura nach Gomi
Nach ein paar Tagen Aufenthalt in Stepanstsminda setzen wir unsere Reise durch Georgien fort.
Im Truso-Tal nutzen wir das herrliche Herbstwetter für ein paar Wanderungen in malerischer Bergkulisse.
Dann fahren wir über den 2300 Meter hohen Kreuzpass, eine Schlüsselstelle, wenn der Winter einbricht. Denn dann ist dieser oft wegen Schnee und Lawinengefahr mehrere Tage gesperrt. Wir brauchen uns keine Sorgen zu machen, zeigt sich der Herbst doch heute von seiner besten Seite. Und Schnee ist noch in weiter Ferne. Die Straße windet sich in einigen Serpentinen bergauf und nach dem Pass wiederum genauso wieder bergab. Der Pass selbst ist ziemlich unspektakulär.
Unterwegs besichtigen wir die Festung Ananuri.
Danach geht es das Tal weiter geradewegs nach Mtskheta, dann weiter nach Westen - Wir wollen nach Ober-Swanetien.
Doch zuerst bleiben wir im Kura-Tal, besichtigen mehrere Kirchen und Klöster, um dann einen längeren Halt in der ehemaligen Felsenstadt Uplistsikhe zu machen.
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von Matthias Aner
Georgien: Wieder Internet und normaler Zugang zu Bargeld
Vor ein paar Tagen haben wir die russisch-georgische Grenze wieder überschritten und befinden uns wie in einer anderen Welt.
Seit fünf Wochen waren wir vom Internet komplett getrennt. Mit der Überschreitung des Ural war plötzlich keinerlei Kontakt mehr mit der Außenwelt möglich. Wir konnten nicht mehr telefonieren, keine E-Mails verschicken oder empfangen und auch keine Nachrichten mit irgendeinem Dienst verschicken. Auch der Besuch mehrerer öffentlicher WLAN-Hotspots brachte keine Abhilfe. Die deutschen Internet-Adressen von E-Mail-Diensten waren ebenfalls unerreichbar.
Für uns war das keine leichte Zeit. Wir hatten keine Möglichkeit der Familie mitzuteilen, dass es uns gut geht und sie sich keine Sorgen machen müssen. Und auch umgedreht erfuhren wir nicht, wie es unseren Kindern, Eltern und unserem Enkel geht. Erst nach drei Wochen hatten wir einmal einen kurzen Anruf von daheim. Sonst war Funkstille im wahrsten Sinne des Wortes.
Deshalb gab es auch keine Neuigkeiten und Bilder auf der Homepage. Das werden wir nachholen und die während der vergangenen Wochen gesammelten Eindrücke jetzt komprimiert veröffentlichen. Also viel Spaß wieder beim "Weiterlesen".
Nun ist auch unsere Bargeld-Versorgung wieder gesichert. In Russland war die Bezahlung mit Kreditkarte oder das Abheben von Bargeld am Automaten nicht möglich. Wir hatten eine entsprechende Menge an Bargeld in Dollar dabei, die wir tauschen konnten. Aber diese Summe war begrenzt und wir mußten sehr haushalten.
Auch das ist ab Georgien nun wieder wie gewohnt und wir genießen es.
Nun steuern wir langsam das nächste Ziel an: Swanetien im Kaukasus. Wir berichten weiter ...
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von Matthias Aner
Russland 14: Weiter nach Süden und durch den Großen Kaukasus nach Dagestan und Tschetschenien
Wir kommen dem Kaukasus immer näher.
Zuerst fahren wir nach Dagestan und wandern auf einer riesigen Sanddüne bis ganz nach oben.
Dann führt uns die gewählte Bergstraße durch eine der malerischsten Landschaften, die wir seit zwei Monaten so nicht mehr erlebt haben. Es geht auf Sepentinen die Berge hinauf und wieder hinab. Die Straßen sind hier überraschend gut ausgebaut, wäre da nicht ein 30 Kilometer langes Teilstück als Schotterstraße. Diese war wieder nur in Schrittgeschwindigkeit zu befahren.
Wir überqueren den 2100 Meter hohen Bergpass. Straßen und Berge ringsum sind schneefrei.
Alles geschafft, rasten wir en einem zauberhaften Bergsee vor der Bergkulisse der hohen Viertausender.
Dann überschreiten wir die Grenze nach Tschetschenien. In unserer bisherigen Wahrnehmung war die Warnung vor einer Reise in diesen Landstrich immer präsent. Es wurde von kriegerischen Handlungen und Überfällen berichtet. Wir hatten jedoch bei unserer letzten längeren Rast den liebenswürdigen Schäfer kennengelernt, der selbst Tschetschene ist. Er schwärmte von seiner Region und berichtete, dass es dort völlig ungefährlich sei zu reisen.
Und so war es dann auch. Wir fahren durch wunderbar gepflegte Dörfer mit tadellos in Schuß gehaltenen Häusern. Die Vorgärten und Gärten sind sehr gepflegt und die Bewohner bereiten sich wohl auf einen Festtag vor. Überall wird Müll aufgesammelt, die Abflussrinne vor der Toreinfahrt gesäubert und die frei liegenden Gasleitungen erhalten einen neuen, gelben Rostschutzanstrich.
Schließlich erreichen wir Grozny, die Hauptstadt der Republik. Hier erwarten uns moderne, große Wohnsiedlungen und schließlich im Zentrum eine Skyline aus glasverblendeten Hochhäusern. Wir sind ganz platt. Das hatten wir wirklich nicht erwartet.
von Matthias Aner
Dies und das 8: Reparatur der Seilwinde am Oskar
Beim Bergeversuch in Ust-Ishim war unsere Seilwinde ausgefallen. Nach mehreren Wochen mit einem vor der Kühlerhaube angebundenen, ausgerollten Seiles war nun eine Reparatur dran.
Zum Glück gestaltete diese sich leichter als gedacht. Doch das richtige Werkzeug und die notwendigen Ersatzteile muß man dabei haben, damit eine Reparatur auf einem Rastplatz am Feldrand in Bachnähe gelingen kann.
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von Matthias Aner
Russland 13: Entlang der Wolga nach Wolgograd und weiter zum Kaukasus
Nach Bolgar überqueren wir bei Uljanovsk wieder die Wolga und fahren auf der rechten Wolgaseite nach Süden. Nach ca. 200 Kilometern nehmen wir die Fähre auf die linke Wolgaseite und folgen dieser bis nach Wolgograd. Wir fahren durch fruchtbare Landschaft, in der vor dem 2. Weltkrieg viele Wolgadeutsche gesiedelt hatten.
Kurz vor Wolgograd queren wir die Wolga erneut auf einer riesigen Brücke und befinden uns in einer der geschichtsträchtigsten Städte des 2. Weltkrieges. Wir besichtigen den Hügel Mamaev Kurgan mit mehreren monumentalen Statuen zur Erinnerung an die Schlacht um Stalingrad.
Ca. 40 Kilometer östlich befindet sich der deutsche und russische Soldatenfriedhof zur Erinnerung an die Toten des 2. Weltkrieges. Auf dem deutschen Teil wurden über 16.000 Tote bestattet und Gedenktafeln für weitere über 120.000 vermisste Soldaten angebracht. Es wird aber auch an die Toten aus den anderen Ländern und an die Kriegsgefangenen gedacht. Ein bedrückendes Mahnmahl an die Schrecken des Krieges.
Nach Wolgograd geht es weiter Richtung Süden zum Kaspisches Meer. Die Natur wird wieder karger und die Landschaft trockener und weniger abwechslungsreich. Das ist um so erstaunlicher, weil die Wolga doch nur wenige Kilometer parallel zur Straße fließt.
Wir rasten mehrere Tage ca. 2 Kilometer in der Nähe eines Dorfes und werden jeden Tag mehrmals von einen Schafhirten besucht. Wir lernen, dass in jedem Landstrich der Schafhirte unterschiedlich unterwegs ist: In der Türkei meist zu Fuß, in Kirgistan nur auf dem Pferd und hier in Südrussland mit dem Auto - Ein uralter Wolga aus Sowjetzeiten. Doch der Hirte versichert uns, dass er sich auf das Fahrzeug verlassen kann, fehlt doch jegliche Elektronik, die kaputt gehen kann. Er erzählt von seinen moderneren Fahrzeugen, die allesamt ständig ausfallen. Deshalb liebt er seinen Wolga.
Nach ein paar Tagen überrascht er uns mit einem riesigen Topf gekochtem Lammfleisch. Wir werden fast eine Woche davon essen können.
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von Matthias Aner
Russland 12: Bolgar - Mittelalterliches Zentrum der Herrscher von Wolga und Kama
Von Kazan fahren wir an der Wolga entlang nach Süden, überqueren den Zufluß der Kama und erreichen das Dörfchen Bolgar. Im 13. und 14. Jahrhundert war Bolgar die Hauptstadt eines mittelalterlichen Herrschers und hatte damals über 50.000 Einwohner. Sie galt als Großstadt dieser Region.
Die erhalten gebliebenen Mauern wurden wunderschön wieder zu intakten Gebäuden restauriert und wir können diese in einem ausgedehnten Rundgang bei bestem Sommerwetter besichtigen. Der Museumskomplex ist auch in seiner Gesamtheit in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.
Ganz in der Nähe gibt es noch eine weitere Sehenswürdigkeit: Die Weiße Moschee. Modern und in weißen Stein innen und außen sehr schlicht gehalten, ist sie ein Zentrum für Pilger.
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